‚Begehbare Phantasiewelten‘
Einführende Worte von Lydia Brüll anlässlich der Eröffnung
der Ausstellung von Heinz-Dieter Pawelzik

 

Guten Abend liebe Kunstfreunde ich begrüße Sie sehr herzlich zu der Ausstellungseröffnung „Begehbare Phantasiewelten“ des Künstlers Heinz-Dieter Pawelzik, den ich herzlich willkommen heiße.

 

Jede Ausstellung hat ihre besondere Geschichte und folgt von der Idee bis zur Vollendung eigenen Wegen. Der Anstoß zu dieser Ausstellung reicht mehrere Jahre zurück. Herr Pawelzik und ich lernten uns anlässlich einer Ausstellung, an der wir beide beteiligt waren, kennen und entdeckten gemeinsame Interessen. Viele Gespräche erfolgten, bis unsere Überlegungen zur Idee ausgereift waren, das Thema Phantasie einmal in einer Ausstellung zu visualisieren.

 

Phantasie, Vorstellungskraft, ist eine Fähigkeit des Menschen, innere Bilder zu erzeugen. Diese Fähigkeit ist für den Menschen von ungeheurer Bedeutung. Wie wichtig möchte ich jetzt nicht in Form wissenschaftlicher Theorien erhellen, was auch in ein paar Minuten gar nicht möglich ist. Außerdem sind diese jederzeit in der Fachliteratur nachzulesen. Aber heute Abend geht es ja um einen emotionalen Zugang zur Phantasie. Daher möchte ich Sie zu einer kurzen Gedankenreise einladen. Michael Ende erzählt in seinem Buch „Die unendliche Geschichte“ von dem kleinen Buben Bastian, der das untergehende Land Phantásien retten soll. Denn von dem einst blühenden Land , dessen Herrscherin das Mondenkind ist, ist nur noch ein einziges Sandkorn übrig geblieben. Michael Ende erzählt:

 

Mondenkind ist dies das Ende von Phantásien?

 

Nein, antwortete das Mondenkind, es ist der Anfang.

 

Phantásien wird aus deinen Wünschen und deiner Phantasie neu entstehen,
mein Bastian. Was wirst du dir wünschen?

 

Wie viele Wünsche habe ich denn frei? fragte Bastian

 

So viele du willst, je mehr desto besser. Umso reicher und vielgestaltiger wird Phantásien sein, sagte sie.

 

Ich weiß nichts, sagte er.

 

Das ist schlimm, entgegnete das Mondenkind.

 

Warum?

 

Weil es dann kein Phantásien mehr geben wird.

 

Warum ist es so dunkel, Mondenkind?

 

Der Anfang ist immer dunkel, mein Bastian.

 

Ich möchte dich gern noch einmal sehen, Mondenkind.

 

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